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Mitteilungen / Informationen des Landwirtschaftlichen Forschungsrats

Frühjahrssitzung 2013 des LFR

Der Landwirtschaftliche Forschungsrat hat sich an seiner Frühjahrssitzung 2013 mit forschungspolitischen Prozessen und Entscheiden, dem Projekt NEW Agroscope, dem Leistungsauftrag 2014-2017 Agroscope, dem Forschungskonzept Land- und Ernährungswirtschaft 2017-2020 sowie dem Prüfbericht zum Postulat Müller-Altermatt auseinander gesetzt.

Forschungspolitische Prozesse und Entscheide

Im Zentrum der Debatte stand das Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020 der EU und dessen Bedeutung für die Schweiz. Das neue Programm wird für die Forschenden administrative Erleichterungen aufweisen, insgesamt wird aber befürchtet, dass Horizon 2020 komplexer als die früheren Rahmenprogramme der EU sein wird. Agroscope ist im 7. Forschungsrahmenprogramm erfolgreich involviert (rund 25 bewilligte Projekte). In der geplanten Knowledge and Innovation Community (KIC) "Food4Future" ist Swiss Food Research mit Beteiligung von Agroscope ein starker Kandidat. Die Zusammenarbeit zwischen den Joint Programming Initiatives (JPI) und dem Schweizer Nationalfonds erweist sich als anspruchsvoll, unter anderem weil die Zeitpunkte für die Ausschreibungen der Programme stark voneinander abweichen.

Projekt NEW Agroscope

Mit dem Projekt New Agroscope werden u.a. die strategische und operative Führung getrennt und die bisherigen drei Agroscope Einheiten (ACW, ALP-Haras, ART) zu einer Forschungsanstalt Agroscope zusammen geschlossen.

Die LFR-Begleitgruppe für das Projekt New Agroscope bestätigt, dass das Projekt sorgfältig aufgegleist ist und gut abläuft. Die Ratschläge der Begleitgruppe insbesondere zur Unternehmenskultur wurden gut aufgenommen. Sie begrüsst die Zielsetzung einer Effizienzsteigerung und die Einrichtung einer starken Führung. Sie weist jedoch darauf hin, dass es für den Erfolg des Projektes ein geeignetes „Mikroklima" in den Instituten und gleichzeitig eine gemeinsame Sprache im Management braucht. Die Begleitgruppe rät, darauf zu achten, dass der Administrationsaufwand so klein wie möglich bleibt. In der Diskussion wird auf die Gefahr hingewiesen, dass eine hohe Administrationsdichte Forschung und Innovation negativ beeinflussen kann. Der LFR hat Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann in einem Brief auf dieses Risiko hingewiesen.

Leistungsauftrag 2014-2017 Agroscope

Der Leistungsauftrag 2014-2017 Agroscope basiert im Wesentlichen auf sechs thematischen Schwerpunkten, zu denen Wirkungs- und Leistungsziele vorgegeben werden. Der Leistungsauftrag durchlief verschiedene Konsultationen (u.a. Konsultation mit Vertretern nahestehender Ämter wie BAFU, BAG, BVET; offizielle Ämterkonsultation; BLW-interne Besprechungen).

Der LFR empfiehlt, den Aspekten Kooperation, Koordination und Innovation im Leistungsauftrag mehr Beachtung zu schenken. Grundsätzlich will sich der LFR vor der nächsten Erarbeitung zur Struktur des Leistungsauftrags äussern, da ihm diese für eine Forschungsanstalt nicht optimal scheint.

Forschungskonzept Land- und Ernährungswirtschaft 2017-2020

Insgesamt elf Bundesämter sind vom Bundesrat beauftragt, Forschungskonzepte zu erstellen (http://www.ressortforschung.admin.ch). Die Koordination dieser Aufträge erfolgt über die „Koordinationsgruppe Ressortforschung" und den übergeordneten "Interdepartementalen Koordinationsausschuss für die Ressortforschung des Bundes". Als ersten Schritt wünscht der LFR einen Foresight-Workshop im Frühjahr 2014.

Prüfbericht zum Postulat Müller-Altermatt

Nationalrat Müller-Altermatt hat ein Postulat 12.3555 „Stärkung der Forschung für eine ökologische Land- und Ernährungswirtschaft" eingereicht, welches vom Parlament angenommen wurde. In der Folge hat das BLW den Auftrag erhalten, einen Prüfbericht zuhanden des Bundesrates zu erarbeiten. Im Bericht werden verschiedene Varianten der Zusammenarbeit und Finanzierung der Bioforschung beim FiBL und bei Agroscope geprüft. Die Mitglieder des LFR bewerten im Anschluss an die Sitzung die verschiedenen Varianten individuell. Grossmehrheitlich wird die Variante „Intensivere Zusammenarbeit zwischen FiBL und Agroscope sowie Aufstockung der Bundesressourcen beim FiBL" unterstützt.

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