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Biodiversität ist für das Überleben und die Entwicklung der Menschheit von existenzieller Bedeutung, insbesondere für die Ernährungssicherheit. Biologische Vielfalt ist eine unverzichtbare Ressource, aber auch ein vielseitiges und zunehmend bedeutendes Produkt der Landwirtschaft in der Schweiz.
Vernetzte Natur- und Kulturflächen erhalten und fördern den natürlichen Reichtum. Zahlreiche Arten, Rassen und Sorten sind ohne Hege und Pflege nicht lebensfähig, blumenreiche Trockenwiesen verwalden, wenn sie nicht immer wieder gemäht werden. Mit einem Drittel der Flächennutzung beeinflusst die Landwirtschaft die Arten- und Lebensraumvielfalt in der Schweiz so stark wie kaum eine andere Tätigkeit, und produziert damit auch Biodiversität.
Darüber hinaus ist die Biologische Vielfalt selbst eine unentbehrliche Ressource für die Landwirtschaft. Denken wir an die Tausenden von Nützlingsarten vom Marienkäfer bis zum Fadenwurm, die die Landwirte bei der nachhaltigen Produktion unterstützen - Oder an die Abermillionen von Pilzen und Mikroorganismen, die nötig sind zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit! Ein breites genetisches Spektrum innerhalb der Arten sichert die Fähigkeit von Kulturpflanzensorten und Nutztierrassen, sich Umweltveränderungen anzupassen und ermöglicht Neuzüchtungen.
Das Schwerpunktkapitel Ökologie und Ethologie des Agrarberichts 2009 gibt eine Einführung ins Thema und bietet eine Übersicht über Situation, Entwicklungen und Trends der Biodiversität im landwirtschaftlich genutzten Raum der Schweiz. Das Themenpapier Biodiversität zeigt die Einbettung in globale Zusammenhänge und Trends auf.
Die biologische Vielfalt ist heute weltweit in all ihren Erscheinungsformen gefährdet. Daher hat die UNO das Jahr 2010 zum internationalen Jahr der Biodiversität erklärt. An der Vertragsparteienkonferenz zur Biodiversitätskonvention (CBD) in Nagoya/Japan wurde Ende Oktober 2010 eine neue internationale Strategie verabschiedet, durch deren Umsetzung der weltweite Verlust an biologischer Vielfalt bis 2020 gestoppt werden soll.
Das BLW hat sich 2010 zusammen mit Agroscope, Agridea, dem landwirtschaftlichen Informationsdienst LID und weiteren Partnern dafür engagiert, dass die Bedeutung der Landwirtschaft für die Biodiversität und der Biodiversität für die Landwirtschaft in der breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde. Der Bericht des BLW zum internationalen Jahr der Biodiversität bietet eine Kurzauswertung der über 100 Projekte und Aktivitäten von der Prämierung der schönsten Buntbrache bis zur Lancierung der Sonderbriefmarke mit Pfauenziegen auf einer Extensivweide.
Vorschläge und Massnahmen für die Förderung der Biodiversität über das Jahr 2010 hinaus sind im Bericht über die Weiterentwicklung der Direktzahlungen und in der laufenden Weiterentwicklung der Agrarpolitik zu finden.
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