Beitrag für die stickstoffreduzierte Phasenfütterung von Schweinen

Der Zielwert der Agrarpolitik 2014-2017 für Ammoniakemissionen der Landwirtschaft wird bis 2017 nicht erreicht, da der Rückgang der Emissionen stagniert. Um weitere Fortschritte erreichen zu können, sind in der Tierhaltung unter anderem Begin-of-Pipe-Massnahmen bei der Fütterung wirkungsvoll. Bei den Schweinen wird deshalb ein neuer Ressourceneffizienzbeitrag für die stickstoffreduzierte Phasenfütterung eingeführt.

Wird der Gehalt an Stickstoff (N) im Schweinefutter je nach Alter des Tieres an den Bedarf angepasst, führt dies zu einer deutlichen Reduktion der N-Emissionen aus der Schweinehaltung. Obschon anerkannt ist, dass die nach Mastphasen optimierte Fütterung ökologisch sinnvoll ist, werden in der Schweiz noch ca. 70 % der Mastschweine während der gesamten Mastperiode mit demselben Futter gefüttert. Mit einer gezielten Phasenfütterung, mit einer an den Bedarf angepassten Ration, ist die N-Ausscheidung der Tiere verringert und es gelangt somit weniger Stickstoff in den landwirtschaftlichen Kreislauf. Damit reduzieren sich auch die Ammoniakverluste. Mit einem zeitlich limitierten Ressourceneffizienzbeitrag soll ein Anreiz zur Umstellung auf die N-reduzierte Phasenfütterung in der Schweizer Mastschweinehaltung angeboten werden.
Eine Aufteilung der Berechnung der Futterbilanz nach Schweinekategorien bedeutet einen unverhältnismässigen administrativen Aufwand. Deshalb wird der Beitrag über alle Kategorien ausgerichtet, sofern die Anforderungen eingehalten werden.
Der Beitrag ist befristet und wird bis 2021 ausgerichtet.
Nach Ablauf der Förderfrist des Ressourceneffizienzbeitrags für die Phasenfütterung der Schweine wird die stickstoffreduzierte Phasenfütterung für die Tierkategorie der Mastschweine in den ÖLN aufgenommen. Dabei soll auf die unterschiedlichen Anforderungen bei den Biomastschweinen Rücksicht genommen werden, indem für diese höhere Minimalwerte beim Rohproteingehalt festgelegt werden. Die Aufnahme der Massnahme in den ÖLN soll dazu führen, dass sich die Entwicklung bei Fütterung und Zucht in Richtung Senkung der Rohproteingehalte bewegt.

Weiterführende Informationen

Letzte Änderung 14.01.2019

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