Sömmerungsbetriebe

Hier sind die wichtigsten Elemente für die Beitragsberechtigung der Sömmerungs- und Gemeinschaftsweidebetriebe für Direktzahlungen zusammengestellt. Die detaillierten Bestimmungen dazu sind in der Direktzahlungsverordnung (DZV) zu finden. 

Beitragsberechtigt (Art. 10 DZV) sind:

  • Bewirtschafter von Sömmerungs- und Gemeinschaftsweidebetrieben mit zivilrechtlichem Wohnsitz oder Sitz in der Schweiz.
  • Natürliche und juristische Personen sowie öffentlich-rechtliche Körperschaften und Gemeinden.
  • Nicht beitragsberechtigt sind Betriebe des Bundes und der Kantone.

Beitragsberechtigung (Art.83 DZV) für:

  • Sömmerungsbeitrag
  • Landschaftsqualitätsbeitrag
  • Biodiversitätsbeitrag für artenreiche Grün- und Streueflächen im Sömmerungsgebiet

Beitragsvoraussetzungen:

  • Fristgerechte Einreichung eines Gesuchs (Art. 99 DZV)

Nicht anwendbar sind:

  • Die Altersgrenze
  • Die Anforderungen an die Ausbildung
  • Der Mindestarbeitsaufkommen
  • Der Mindestanteil der Arbeiten der betriebseigenen Arbeitskräfte
  • Die Begrenzung der Beiträge pro standardisierte Arbeitskraft
  • Der ökologische Leistungsnachweis

Bewirtschaftungsanforderungen (Art. 26 bis 34 DZV):

  • Die Sömmerungsbetriebe müssen sachgerecht und umweltschonend bewirtschaftet werden.
  • Gebäude, Anlagen und Zufahrten sind ordnungsgemäss zu unterhalten.
  • Die Sömmerungstiere müssen mindestens einmal pro Woche kontrolliert werden.
  • Die Weiden sind vor Verbuschung und Vergandung zu schützen.
  • Die Flächen, die nicht beweidet werden dürfen, sind vor Tritt und Verbiss der Weidetiere zu schützen.
  • Naturschutzflächen sind vorschriftsgemäss zu bewirtschaften.
  • Stickstoffhaltige Mineraldünger und alpfremde flüssige Dünger dürfen nicht verwendet werden.
  • Für die Zufuhr von anderen Düngern ist eine Bewilligung notwendig.
  • Zur Überbrückung witterungsbedingter Ausnahmesituationen ist pro NST die Zufuhr von höchstens 50 kg Dürrfutter oder 140 kg Silage erlaubt.
  • Für gemolkene Tiere ist zusätzlich die Zufuhr von höchstens 100 kg Dürr- und 100 kg Kraftfutter pro NST möglich.
  • Verfütterung von Kraftfutter an Schweine nur als Ergänzung zu alpeigenen Milchnebenprodukten.
  • Problempflanzen sind zu bekämpfen.
  • von Herbiziden grundsätzlich nur zur Einzelstockbehandlung. Im Rahmen eines Sanierungsprogramms ist Flächenbehandlung möglich.
  • Allfällig festgelegte Vorgaben im Bewirtschaftungsplan sind einzuhalten.
  • Keine zu intensive oder zu extensive Nutzung.

Weiterführende Informationen

Letzte Änderung 17.05.2016

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