Ländliche Entwicklung und Strukturverbesserungen

Ein Schwerpunkt der Agrarpolitik für eine nachhaltige Landwirtschaft und Ernährung ist die Förderung der Vitalität des ländlichen Raums. Mit den Massnahmen im Bereich der Ländlichen Entwicklung (vor allem Strukturverbesserungen) werden die Lebens- und Wirtschaftsverhältnisse insbesondere im Berggebiet und in den Randregionen verbessert. Die Instrumente werden ferner eingesetzt zur Senkung der Produktionskosten und zum Schutz von Kulturland und landwirtschaftlichen Bauten und Anlagen vor Verwüstung oder Zerstörung durch Naturereignisse. Ebenso tragen die Massnahmen zur Verwirklichung ökologischer, tierschützerischer und raumplanerischer Ziele bei.

Wichtigstes Instrument zur Unterstützung der Landwirtschaft in der Entwicklung und der Förderung wettbewerbsfähiger Strukturen sind die Investitionshilfen (Beiträge à fonds perdu mit Beteiligung der Kantone und Investitionskredite in Form von zinslosen Darlehen). Sie werden für einzelbetriebliche und für gemeinschaftliche Massnahmen gewährt und ermöglichen die Realisierung von Projekten, ohne dass sich die Landwirtschaft dafür untragbar verschulden muss. In anderen Ländern, insbesondere auch in der Europäischen Union, zählen die Investitionshilfen ebenfalls zu den wichtigsten Massnahmen zur Förderung des ländlichen Raums.

Die folgende Aufzählung umfasst neben dem Instrumentarium der Ländlichen Entwicklung auch weitere Themenbereiche, die sich auf den ländlichen Raum und damit auf eine nachhaltige Landwirtschaft und Ernährung auswirken:

  • Meliorationen bzw. Bodenverbesserungen (Güterzusammenlegungen, Wegerschliessungen, Wasser- und Elektrizitätsversorgungen, Massnahmen zur Regelung des Boden- / Wasserhaushaltes wie Bewässerungen und Drainagen sowie Wiederherstellungsarbeiten von Kulturland und kulturtechnischen Anlagen nach Unwettern)
  • Landwirtschaftlicher Hochbau (Neu- und Umbauten von Wohn- und Ökonomiegebäuden), Diversifizierung und Agrotourismus
  • Betriebshilfen (Starthilfe, Umschuldung) 
  • Umschulung von interessierten Landwirten in einen ausserlandwirtschaftlichen Beruf
  • Gemeinschaftliche Projektinitiativen (Coachingbeiträge nach Art. 136 Abs. 3bis LwG)
  • Projekte zur regionalen Entwicklung (nach Art. 93 Abs. 1 Bst. c LwG) 
  • Raumplanung in der Landwirtschaft, Kulturlandschutz (FFF), Naturpärke 
  • Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgaben zwischen Bund und Kantonen (NFA) 
  •  Natur-, Heimat- und Landschaftsschutz, UVP, Wasserwirtschaft und Gewässerschutz  Nationalstrassen-, Eisenbahn- und Rohrleitungsprojekte 
  • Wald und Forstwirtschaft 
  • Mechanisierung und technische Fragen der Tierhaltung 
  • Bäuerliches Bodenrecht und landwirtschaftliches Pachtrecht

Weiterführende Informationen

Dokumentation

Vitalität und Attraktivität des ländlichen Raumes – der Beitrag der Landwirtschaft (PDF, 4 MB, 27.07.2016)Ecoplan und Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften HAFL, März 2016

Letzte Änderung 08.07.2016

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