Erschliessungsanlagen (Wege, Seilbahnen, Strom, Wasser…)

Wegebau

Güterwege haben den Zweck, die Nutzung und Pflege des ländlichen Raumes zu ermöglichen und mit einem zumutbaren Aufwand die verschiedenen Geländekammern zu erreichen. Die Weganlagen im ländlichen Raum sind durch kleine Verkehrsmengen charakterisiert und sind in der Regel dem Langsamverkehr zuzuordnen. Es werden nur einspurige Strassen mit Ausweichstellen für Geschwindigkeiten von 30-40 km/h erstellt. Bei den vom Bund subventionierten Wegen unterscheidet man diese

  • nach Funktionen: Hauptwege / Nebenwege
  • nach Ausbauart, Deckschicht: Kieswege, Spurwege, Belagswege
  • nach Multifunktionalität: Kombination mit anderen Interessen (Wald, Naherholung) bzw. Nutzungen (Wanderwege, Velowege, Waldwege etc)

Seilbahn

Mit einer Seilbahn können Transporte von Personen, Tieren oder Materialien mit Hilfe von gespannten Seilen bewerkstelligt werden. In der Regel werden zwei Punkte (Ausnahme: Zwischenstation) verbunden, um unwegsames Gelände oder grosse Höhendifferenzen zu überwinden. Mit einer Seilbahn kann der Eingriff in der Landschaft minimal gehalten werden. Zudem kann das zu erschliessende Gebiet von Fahrzeugverkehr verschont werden. Ebenfalls zu dieser Rubrik gehören Monorails oder Monoracks; es handelt sich um kleine Fahrzeuge auf einer Schiene. Dadurch wird die Erschliessung von extremen Steillagen sowie von Weinberg-Terrassen insbesondere auch dort möglich, wo ein Wegbau nicht möglich ist.

Elektrizitätsversorgung: Beschrieb und Begriffe

Elektrizitätsversorgungen im ländlichen Raum sind Teil der Bodenverbesserungen und können von Seiten des Bundes als gemeinschaftliche oder einzelbetriebliche Massnahmen unterstützt werden. Dabei kann es sich um konventionelle Versorgungsanlagen, Kleinwasserkraftwerke oder Alternativanlagen (Solar-, Fotovoltaik- oder Kleinwindanlagen) handeln.

Wasserversorgung: Beschrieb und Begriffe

Wasserversorgungen im ländlichen Raum sind Teil der Bodenverbesserungen und können von Seiten des Bundes als gemeinschaftliche oder einzelbetriebliche Massnahmen unterstützt werden. Die Versorgung der ländlichen Bevölkerung mit qualitativ gutem Trinkwasser in ausreichender Menge steht im Vordergrund. Trinkwasser ist das wichtigste Lebensmittel und untersteht den strengen gesetzlichen Qualitätsanforderungen der Lebensmittelgesetzgebung. Es ist lebensnotwendiges Gut, zu welchem nach internationaler Rechtsauffassung alle Menschen freien Zugang haben sollen (Grundrecht). Die Anlagen sind meist im Eigentum des Gemeinwesens, dennoch dürfen aus formellen oder administrativen Überlegungen sinnvolle und funktionierende genossenschaftliche Strukturen nicht ohne wichtige Gründe beseitigt werden. Abgelegene landwirtschaftliche Höfe sollten, sofern technisch und wirtschaftlich vertretbar, möglichst an ein öffentliches Netz angeschlossen werden.

Letzte Änderung 28.06.2016

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