Food Systems Summit

Im September 2021 lud der Generalsekretär der Vereinten Nationen die Staatschefs zum Ernährungssystemgipfel (der «Gipfel») ein, der im Rahmen der UNO-Generalversammlung stattfand. Aktuell tragen die Ernährungssysteme wesentlich zu den grossen Herausforderungen wie Klimawandel, Biodiversitätsverlust oder Mangelernährung bei. Ihre nachhaltige Transformation ist ein wesentlicher Bestandteil der Antworten auf diese Herausforderungen und trägt dazu bei, dass die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung umgesetzt werden kann. Über 150 Mitgliedsländer präsentierten ihre Fahrpläne hinsichtlich der Transformation ihrer eigenen Ernährungssysteme und sicherten ihr Engagement innerhalb von internationalen Koalitionen und Multi-Stakeholder-Initiativen zu, die sich anlässlich des Gipfels gebildet hatten. Während der Gipfel der Höhepunkt eines umfassenden und inklusiven Vorbereitungsprozesses war, der eineinhalb Jahre gedauert hatte, ist er gleichzeitig der Ausgangspunkt für eine Reihe von Nachfolgeaktivitäten, die auf eine weltweite Transformation der Ernährungssysteme bis 2030 abzielen.

In seiner Rede erinnerte der Bundespräsident Guy Parmelin an die enge Verbindung zwischen der Transformation der Ernährungssysteme und der Umsetzung der Agenda 2030. In diesem Zusammenhang präsentierte er die Strategie für Nachhaltige Entwicklung 2030 (SNE 2030) des Bundesrates als zentraler Bestandteil des Schweizer Fahrplans zur Transformation der Ernährungssysteme. Ausserdem kündigte er an, dass sich die Schweiz im Rahmen der beiden Koalitionen «Agrarökologie» und «gesunde und nachhaltige Ernährung» engagieren wird. Zum Schluss unterstrich der Bundespräsident das Engagement der Schweiz zugunsten der Menschenrechte und partizipativer Regierungsformen. Ausserdem hob er die wichtige Rolle der Jugend hervor.

Um die Nachfolgeaktivitäten sicherzustellen, kündigte der UNO-Generalsekretär die Schaffung eines Koordinationszentrums unter der Leitung der UNO-Organisationen mit Sitz in Rom an, in Zusammenarbeit mit weiteren UNO-Organisationen und Nichtregierungspartnern und gestützt auf bereits existierende Strukturen. Dieses Zentrum wird die Umsetzung der nationalen Fahrpläne sowie die Zusammenarbeit mit dem Ausschuss für Welternährungssicherheit und anderen zwischenstaatlichen Prozessen unterstützen. Der Generalsekretär wird jährlich einen Bericht über die im Nachgang zum Gipfel erreichten Fortschritte veröffentlichen und alle zwei Jahre ein sogenanntes «Stocktaking Meeting» einberufen, um die Beiträge dieses Prozesses zur Umsetzung der Agenda 2030 zu evaluieren.

Aus Sicht der Schweiz war der UNO-Ernährungssystemgipfel ein Erfolg. Das Bundesamt für Landwirtschaft propagiert auf internationaler Ebene bereits seit mehr als zehn Jahren einen holistischen Ansatz zur Förderung nachhaltiger Ernährungssysteme, unter anderem durch seine federführende Rolle in Bestrebungen wie dem Programm für nachhaltige Ernährungssysteme des «One Planet Network» der Vereinten Nationen. Diese Anstrengungen haben sich gelohnt, denn die Notwendigkeit einer Transformation ist heute weltweit anerkannt. Das BLW wird sich auch in Zukunft für nachhaltige Ernährungssysteme engagieren, unter anderem via das One Planet Network, die Agrarökologiekoalition und die Umsetzung der SNE 2030.

Letzte Änderung 11.10.2021

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