Bio

Bio-Konsum – Nachfragetrends und Hintergründe

Bern, 1. März 2022: Der Markt mit Bio-Lebensmitteln hat sich im letzten Jahrzehnt von einem Nischen- zu einem wichtigen Absatz- und Trendmarkt mit rund 11 Prozent Marktanteil entwickelt. Der Konsum von Bio-Lebensmitteln ist damit heute sehr verbreitet. Insgesamt gab ein Haushalt in der Schweiz 2020 durchschnittlich 820 Franken für Bio-Produkte aus. Doch welche Kaufmotive sind relevant und wie entwickelt sich der Bio-Konsum? Welche Faktoren wirken fördernd oder hemmend auf die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln? Auf der Basis einer Gegenüberstellung von zwei voneinander unabhängigen Datenerhebungen sollen in diesem Bericht Antworten auf diese Fragen geliefert werden.
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Vorgehen und Datengrundlage

Der vorliegende Bericht basiert auf der Analyse von zwei unterschiedlichen Erhebungen: einerseits werden die Daten des Konsumentenpanels von NielsenIQ Switzerland analysiert. Dieses Panel umfasst rund 4000 Schweizer Haushalte in der Deutsch- und Westschweiz. Die Haushalte führen Protokoll über ihre Einkäufe, wobei bei jedem einzelnen Produktekauf die Produktionsmethode «bio» resp. «nicht-bio» angegeben wird. Mit diesem Konsumentenpanel kann somit die effektive Bio-Nachfrage der verschiedenen Haushaltstypen untersucht werden. Demgegenüber basiert das Biobarometer des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) auf einer repräsentativen Online-Befragung von rund 1000 Personen in der Deutsch- und Westschweiz zum Thema Bio-Konsum und Nachhaltigkeit. Dabei stehen Fragen zur Konsumhäufigkeit, zu Kaufmotiven und -barrieren für Bio-Lebensmittel in der Schweiz im Mittelpunkt.

Mit dem vorliegenden Marktbericht Bio sollen Erkenntnisse zum Bio-Konsum aus beiden Erhebungen dargelegt und einander gegenübergestellt werden. Dabei wird untersucht, ob gewisse Differenzen ausgehend von den verschiedenen methodischen Ausgangslagen der beiden Erhebungen in Bezug auf den Bio-Konsum der Haushalte resp. der befragten Personen zu beobachten sind. Daneben ergeben sich aus der gemeinsamen Betrachtung der beiden unterschiedlichen Erhebungen zusätzliche Erkenntnisgewinne, die bei einer Einzelbetrachtung nicht möglich wären. So können aus dem Haushaltspanel von NielsenIQ Switzerland detaillierte Aussagen zum Nachfrageverhalten der Schweizer Haushalte auf Ebene einzelner Warengruppen gemacht werden, was mit dem Biobarometer nicht im selben Umfang möglich ist. Ausgehend vom Biobarometer lassen sich hingegen Erkenntnisse zu den Kaufmotiven und -barrieren für Bio-Lebensmittel ableiten, was anhand des Haushaltspanels nicht möglich ist.

Die Biobarometer-Befragung wurde in den Jahren 2020 und 2018 durchgeführt. Um eine gute Vergleichbarkeit der verwendeten Datensätze zu haben, werden beim Haushaltspanel ebenfalls diese beiden Jahre in den Mittelpunkt der Untersuchung gestellt. Gleiches gilt auch für die einleitend im Bericht präsentierte Übersicht zum Bio-Markt und der Analyse zur Nachfrage von Bio-Lebensmitteln auf Stufe einzelner Warengruppen im Schweizer Detailhandel. Dafür wird das kombinierte Haushalts- und Retailpanel von NielsenIQ Switzerland verwendet, welches Scanningdaten aus dem Detailhandel mit den Konsumentenpaneldaten kombiniert. Neben einer kurzen Ausführung zur relativen Bedeutung der verschiedenen Einkaufskanäle bei der Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln werden zentrale Erkenntnisse aus dem Biobarometer hinsichtlich aktueller Kaufmotive und Kauf-Hemmnisse in der Schweiz erläutert sowie ein Fazit gezogen.

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Weiterführende Informationen

Letzte Änderung 04.03.2022

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