Fleisch

Bruttowertschöpfung bleibt stabil

Bern, 2. Februar 2018: Im vergangenen Jahr ist die Bruttowertschöpfung von der Schlachtung bis zum Verkauf im Detailhandel bei Frischfleisch insgesamt relativ stabil geblieben. Unterschiede resultieren zwischen den Tiergattungen.
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Steigende Preise beim Rindvieh

Beim Rindfleisch wie auch beim Kalbfleisch wurden im vergangenen Jahr steigende Produzentenpreise festgestellt (+0,9 % bzw. +4,5 %). Die Frischfleischpreise für Rindfleisch im Detailhandel sind in derselben Zeit um 0,6 % gesunken, wohingegen beim Kalbfleisch ein Anstieg um 2,0 % verzeichnet wurde. Die Importvorteile beim Rindvieh sind gestiegen, da im vergangenen Jahr weniger Rindvieh geschlachtet wurde und sich die Erlöse aus der Verteilung der Kontingente somit auf weniger geschlachtete Tiere verteilt haben. Daraus resultierte beim Rindfleisch eine leicht tiefere (-1,0 %) und beim Kalbfleisch eine leicht höhere (+1,2 %) Bruttowertschöpfung.

Konstanter Schweinemarkt

Beim Schweinefleisch blieb die Bruttowertschöpfung konstant gegenüber dem Vorjahr. Sowohl die Preise auf der Produzentenstufe als auch jene im Detailhandel haben sich im vergangenen Jahr nur geringfügig verändert.

Die grössten Veränderungen wurden beim Lammfleisch festgestellt. Sowohl auf Produzentenstufe (+1,6 %) als auch im Detailhandel (+2,3%) sind die Preise je Kilogramm Schlachtgewicht gestiegen. Die gesamte Bruttowertschöpfung ist dennoch gesunken. Denn durch den hohen Importanteil im Vergleich zu Rindfleisch fallen beim Lammfleisch die Importvorteile – diese waren 2017 tiefer als 2016 – bei der Berechnung der Bruttowertschöpfung stärker ins Gewicht.

Definition Bruttowertschöpfung

Die Bruttowertschöpfung errechnet sich vereinfacht formuliert aus der Differenz zwischen dem Einkaufspreis eines Schlachtkörpers und den Einnahmen aus den einzelnen Fleischstücken im Detailhandel, welche zu Vergleichszwecken anteilmässig zu einem Schlachtkörper zusammengesetzt werden (ohne Bio, ohne Discounter). Die Importvorteile errechnen sind aus den Einnahmen der Branchenakteure aus der Verteilung der Importkontingente nach der Inlandleistung.


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Letzte Änderung 02.02.2018

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