Früchte und Gemüse

Schlechtwetter sorgte für teures Freilandgemüse

Bern, 17. September 2021: Dieser Sommer war geprägt von ausserordentlich starken Regenfällen, nassen Feldern und örtlichem Hagel. Dies führte zu einer Verknappung des Inlandangebotes bei vielen Gemüsearten. Am Beispiel von Eisberg und Zucchetti zeigt sich, dass es massive Ernterückgänge gab, die im Grosshandel zu Höchstpreisen für Schweizer Ware und aussergewöhnlich hohen Importen führten. Gewächshausgemüse erhielten zwar weniger Sonnenlicht, waren aber weitaus weniger betroffen. So hatten Salatgurken im Juli höhere Produktionsmengen als im Durchschnitt der Jahre 2015-2020. 

Der Juli 2021 war laut MeteoSchweiz der niederschlagsreichste seit Messbeginn. Dabei waren bedeutende Gemüseanbaugebiete wie das Seeland ebenfalls stark betroffen. Aufgrund stehenden Wassers und Hagelschäden kam es zu Ernteverlusten, ausserdem verhinderten nasse Äcker die weitergehende Bewirtschaftung mit Maschinen. Im Folgenden werden die unmittelbaren Auswirkungen dieser Schlechtwetterphase auf die Marktsituation im Juli betrachtet. Dabei werden die Marktgeschehnisse von vier verschiedenen Gemüsearten aufgezeigt: Zwei typische Freilandgemüse (Eisberg, Zucchetti), sowie zum Vergleich ein überwiegend im Gewächshaus angebautes Gemüse (Salatgurken) und ein hauptsächlich importiertes Gemüse (Peperoni).

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Produktionseinbrüche bei Freilandgemüse

Beim Vergleich der Produktionsmengen im Juli mit den Julimengen der Vorjahre zeigt sich, dass Eisberg und Zucchetti erhebliche Ernterückgänge verzeichneten. So wurden mit 2123 Tonnen rund 24 % weniger Eisberg produziert als im Mittel der Jahre 2015-2020. Gegenüber dem ausserordentlich ertragreichen Vorjahresmonat betrug der Rückgang sogar 43 %. Die Erntemengen von Zucchetti betrugen 1592 Tonnen und lagen damit rund 31 % unterhalb des Durchschnitts der Jahre 2015-2020.

 
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Hochpreise bei betroffenem Gemüse


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Letzte Änderung 17.09.2021

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