Land- und Ernährungswirtschaft

Mehr Bananen und Tomaten, weniger Fleisch und Milch

Bern, 7. September 2018: Schweizer Haushalte geben immer weniger Geld für Nahrungsmittel aus. Gemäss den neusten Angaben der Haushaltsbudgeterhebung des Bundesamtes für Statistik BfS aus dem Jahr 2015 wendeten Schweizer Haushalte durchschnittlich 5,7 % (571 CHF) ihres monatlichen Bruttoeinkommens für Lebensmittel auf (ohne Ausserhaus-Konsum). Im Jahr 2010 belief sich dieser Anteil noch auf 6,2 % (599 CHF). Von den Ausgaben für Lebensmittel entfallen rund zwei Drittel auf Frischprodukte. Wie hoch sind diese Ausgaben aktuell für Familien und welche Frischeprodukte werden dabei am meisten nachgefragt?  
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Um diese Fragen zu beantworten, wurde im Konsumentenpanel von Nielsen die Einkäufe von Haushalten mit 2 Kindern analysiert. Im Gegensatz zur Haushaltsbudgeterhebung des BfS, in welchem die neusten verfügbaren Daten aus dem Jahr 2015 stammen, liegen im Nielsen Konsumentenpanel aktuelle Zahlen der vergangenen drei rollierenden Jahre vor (eine kurze Erläuterung zum Konsumentenpanel von Nielsen findet sich am Ende des Beitrags).

Monatliche Ausgaben von 290 CHF für Frischprodukte

Im Zeitraum Juni 2017 bis Mai 2018 (rollierendes Jahr mit 52 Wochen) beliefen sich die effektiven Ausgaben für Milchprodukte, Früchte, Fleisch, Fisch und Gemüse eines Haushalts mit zwei Kindern gemäss Nielsen auf rund 290 CHF pro Monat (frische Backwaren, Eier und Frischconvenience sind nicht Teil des dem BLW zur Verfügung stehenden Datensets). Für Fleisch und Fisch wurden mit 137 CHF pro Monat am meisten Geld ausgegeben. Die Ausgaben für Molkereiprodukte machten 82 CHF und jene für Gemüse (inkl. Kartoffeln) 39 CHF pro Monat aus. Mit 32 CHF monatlich wurde am wenigsten Geld für Früchte ausgegeben. Im Vergleich dazu beliefen sich die Ausgaben gemäss BfS Haushaltsbudgeterhebung 2015 für die vergleichbaren Produktkategorien umgerechnet auf rund 370 CHF pro Monat für den Durchschnitt aller Haushalte. Ein akkurater Vergleich zwischen den zwei Quellen ist nicht direkt möglich, da die Erhebungsweise sowie die Produktkategorien ungleich sind (z.B. Nielsen-Daten werden gescannt erfasst, beim BfS werden die Daten über ein Formular erhoben). Bei beiden Erhebungen lässt sich jedoch ein rückläufiger Ausgabetrend ausmachen. Dieser Rückgang lässt sich mit einer Umlagerung der Haushaltsausgaben hin zu mehr Ausserhaus-Konsum und Convenience-Produkten erklären, was mit den geänderten Lebensformen von heute zusammenhängt (z.B. Zeit, Mobilität).


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Letzte Änderung 06.09.2018

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