Anteil Produzenten am Konsumentenfranken

Anteil Produzentenpreis am Konsumentenfranken ist gesunken

Die Differenz zwischen Konsumentenpreis (im Detailhandel) und Produzentenpreis entspricht dem Anteil, welcher von den Verarbeitern und Vertreiben von Agrarerzeugnissen beansprucht wird. Sie bezahlen damit die Kosten für Verarbeitung, Verpackung, Lagerung, Transport, Marketing und Distribution, Löhne und Mieten etc. Im Jahr 2016 ist der Anteil des Produzentenpreises am Endverkaufspreis, dem sogenannten Konsumentenfranken, bei allen betrachteten Produktgruppen, ausser Fleisch und Eier, gesunken.
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Milchviehhalter verlieren Anteile

Der Anteil der Produzentenpreise am Konsumentenfranken ist im Fleischbereich im letzten Jahr leicht gestiegen. Zwar wurden im letzten Jahr tendenziell höhere Preise im Detailhandel bezahlt (siehe Marktbericht Fleisch Februar 2017), die Produzentenpreise sind aber ebenfalls angestiegen.

Im Milchbereich sind die Produzentenpreisanteile ebenfalls gesunken. Viele Milchprodukte wurden im letzten Jahr im Detailhandel günstiger, aber nicht im gleichen Ausmass wie der Produzentenpreis für Milch gefallen ist.

Höhere Konsumentenpreise für Früchte und Gemüse

Bei den Früchten ist der Anteil des Produzentenpreises am Konsumentenfranken gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Dies liegt daran, dass die Konsumentenpreise für fast alle beobachteten Früchte stärker gestiegen sind als die Produzentenpreise. Bei den mengenmässig bedeutsamen Äpfeln fiel zudem der Produzentenpreis leicht. Lediglich bei den Birnen ist der Produzentenpreis stärker angestiegen als der Konsumentenpreis und bei Erdbeeren blieben beide Preise im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert.

Der Anteil der Produzentenpreise am Konsumentenfranken verzeichnete im Allgemeinen auch bei den beobachteten Gemüsearten im Jahr 2016 einen Rückgang. Mit Ausnahme von Zwiebeln und Tomaten sind die Produzentenpreise im Vergleich zum Vorjahr gefallen. Demgegenüber sind die meisten Konsumentenpreise gestiegen. Am deutlichsten fiel die Preissteigerung bei Kopfsalat aus, während Karotten als einziges Produkt einen Rückgang des Konsumentenpreises verzeichneten.

Anteil für Eier-Produzenten bleibt konstant

Eierproduzenten waren 2016 in gleichem Masse am Konsumentenfranken beteiligt wie im Vorjahr. Im Vergleich zu den anderen Produktgruppen zeichnet sich der Eiermarkt grundsätzlich durch einen konstanten Jahresverlauf aus (tendenziell weniger bzw. mildere Preisaktionen im Detailhandel, jährliche Preisverhandlungen der Sammelstellen und Produzenten).


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Letzte Änderung 01.03.2018

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