Milch

Trendwende beim Milchprodukteabsatz

Bern, 14. Dezember 2021: Zwischen April und September 2021 kauften Schweizer Gastronomiebetriebe im Liefer- und Abholgrosshandel mehr Milchprodukte als im Vorjahr. Diese Steigerung folgte auf den Abwärtstrend, der anfangs Jahr aufgrund der Covid-19-Krise zu verzeichnen war. Im Detailhandel hingegen waren die Verkaufszahlen zwischen März und September 2021 rückläufig, während sie zu Beginn des Jahres noch einen Aufwärtstrend verzeichnet hatten, was hauptsächlich auf die Schliessung der Gastronomiebetriebe zurückzuführen war.

Der Schweizer Liefer- und Abholgrosshandel bietet grosse Einkaufsmengen an. Primäre Abnehmer sind Restaurants und andere Akteurinnen und Akteure der Gastronomiebranche. Dieser Bericht stützt sich auf die Daten der Grossopanel AG, welche Angaben von Prodega/Growa, Transgourmet, Pistor, Saviva und CC ALIGRO beinhalten. Diese Unternehmen machen rund 80 Prozent des Liefer- und Abholgrosshandels in der Schweiz aus.

Absatz im Liefer- und Abholgrosshandel erneut im Hoch

Im Zeitraum April bis September 2021 konnte der Milchprodukteabsatz im Liefer- und Abholgrosshandel im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode zulegen. Diese Entwicklung erklärt sich durch die Öffnung der Gastronomiebetriebe, die aufgrund der Einschränkungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie zu Beginn des Jahres zwischenzeitlich geschlossen waren. Die stärkste Absatzsteigerung wurde im April 2021 im Vergleich mit dem selben Vorjahresmonat verzeichnet. Dies war vor allem beim Käse (+41,0 %), der Konsummilch (+48,4 %) und der Butter (+46,4 %) der Fall. Aber auch beim Jogurt und beim Konsumrahm war eine Steigerung zu verzeichnen. Dabei ist es wichtig zu beachten, dass die Gastronomiebetriebe während des ganzen Monats April 2020 geschlossen waren.

Dieser Aufwärtstrend bei den Verkaufszahlen des Liefer- und Abholgrosshandels stellt eine Trendwende gegenüber dem starken Einbruch der Monate Januar und Februar 2021 dar. Verglichen mit den Zahlen vom Januar 2020 hatte die Schliessung der Gastronomiebetriebe im Januar 2021 einen Verkaufseinbruch beim Käse (–38,8 %), der Konsummilch –44,3 %) und der Butter (–48,6 %) zur Folge. Anzumerken ist, dass die Monate Januar und Februar 2020 nicht von der Covid-19-Krise betroffen waren, da die Restaurants geöffnet hatten.

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Letzte Änderung 14.12.2021

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