Pflanzenschutz

Brennesseln befallen mit Popillia japonica (Japankäfer)

Eidg. Pflanzenschutzdienst (EPSD) - Pflanzengesundheit

Die Massnahmen in der Pflanzengesundheit bezwecken, die Einführung und Verbreitung von Krankheiten und Schädlingen bei den Pflanzen zu vermeiden. Die schweizerischen Pflanzenschutzbestimmungen entsprechen den Prinzipien und Normen der Internationalen Pflanzenschutz-Konvention. Bei der Einfuhr von Pflanzen und Pflanzenerzeugnissen gilt es, das Risiko einer Einschleppung von besonders gefährlichen Schadorganismen (Quarantäneorganismen) so klein als möglich zu halten. Der Eidg. Pflanzenschutzdienst (EPSD) kontrolliert, ob die entsprechenden Schweizer Vorschriften eingehalten werden. In Zusammenarbeit mit dem Agroscope Pflanzenschutzdienst (APSD) wacht er auch darüber, dass bei der Ausfuhr von Schweizer Pflanzen die phytosanitarischen Vorschriften der Bestimmungsländer eingehalten werden. 2001 wurde der Pflanzenpass für in der Schweiz in Verkehr zu bringende Waren eingeführt, gemäss dem Bilateralen Agrarabkommen mit der Euorpäischen Union von 1999. Pflanzenmaterialen sind der Passpflicht unterstellt, wenn sie als potenzielle Träger von besonders gefährlichen Schadorganismen eingestuft werden. Der Eidg. Pflanzenschutzdienst (EPSD) hat die Oberaufsicht über dieses Kontrollsystem, koordiniert zudem die verschiedenen Massnahmen der kantonalen Pflanzenschutzdienste zur Überwachung der Kantonsgebiete und zur Bekämpfung allfälliger Krankheitsherde (z.B. Feuerbrand).

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Pflanzenschutzmittel

Pflanzenschutzmittel (PSM) werden zum Schutz der Pflanzen gegen Schadorganismen eingesetzt. Sie werden in und ausserhalb der Landwirtschaft verwendet. In der Landwirtschaft steht der Schutz der Kulturen vor Krankheiten und Schädlingen sowie vor der Konkurrenz durch Unkräuter im Vordergrund.Es stehen verschiedene Mittel zur Verfügung, um die Kulturpflanzen zu schützen. Grundsätzlich wird zwischen präventiven Pflanzenschutzmassnahmen – wie das Einhalten einer ausgewogenen Fruchtfolge oder die Wahl resistenter Sorten – und direkten Bekämpfungsmassnahmen unterschieden. Letztere werden unterteilt in biologische, physikalische und chemische Bekämpfungsmethoden.PSM leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Erträge und zur Qualität der Erntegüter. Allerdings können die in PSM enthaltenen biologisch wirksamen Stoffe unerwünschte Auswirkungen auf Mensch und Nichtzielorganismen ausüben, welche es zu begrenzen gilt. Als wichtige Instrumente dazu zählen das Bewilligungsverfahren, die Überprüfung der zugelassenen Anwendungsvorschriften aber auch Massnahmen zur Verminderung der Anwendung und zur Risikoreduktion von PSM.

Weiterführende Informationen

Letzte Änderung 07.09.2016

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