Zulassungsverfahren

Pflanzenschutzmittel (PSM) können unerwünschte Schäden an Umwelt, Tieren, Pflanzen oder Menschen verursachen. Um dies zu vermeiden, gibt es heute ein umfassendes Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel. Ein neuer Wirkstoff oder ein neues Mittel oder auch eine Variation der Inhaltsstoffe eines bereits existierenden Mittels werden genau auf Wirkung, Nebenwirkung und Sicherheit geprüft. Erst wenn sichergestellt ist, dass das PSM bei vorschriftgemässem Umgang keine unannehmbaren Nebenwirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt haben, werden sie zugelassen und dürfen in Verkehr gebracht werden. Auch ein positiver Zulassungsentscheid ist nur für 10 Jahre gültig. Danach muss ein neues Gesuch eingereicht werden.
Heute bildet die Pflanzenschutzmittelverordnung die rechtliche Basis für die Zulassung von PSM. Diese Verordnung ist weitegehend mit der EU-Verordnung harmonisiert und gewährleistet so ein europaweites einheitliches hohes Schutzniveau.

Gesuch für ein PSM

Eine Firma, die ein neues PSM zulassen will, reicht beim BLW ein Gesuch ein. Das BLW kontrolliert, ob alle erforderlichen Forschungen und Studien vorliegen. Je nach Ausgangslage sind die Unterlagen sehr umfangreich und können bis zu 50 Ordner füllen. Ist das Dossier komplett, wird es durch das BLW an die zuständigen Beurteilungsstellen versendet. Fehlen Informationen, werden sie bei der Firma nachgefordet.

Auf der Basis der Gutachten der Beurteilungsstellen wird entschieden, ob die Anforderungen für eine Zulassung erfüllt sind. Die nötigen Anwendungsvorschriften sollen eine Anwendung ohne unannehmbare Nebenwirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt ermöglichen.

Schema Zulassungsverfahren

Letzte Änderung 07.09.2017

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https://www.blw.admin.ch/content/blw/de/home/nachhaltige-produktion/pflanzenschutz/aktionsplan/zulassungsverfahren.html