Bewilligungsverfahren

Bevor ein Pflanzenschutzmittel verwendet werden darf, muss es zugelassen werden. In einem umfassenden Zulassungsverfahren werden neben der Wirksamkeit auch die Risiken von PSM in Bezug auf Mensch, Tier und die Umwelt überprüft. Erst wenn sichergestellt ist, dass PSM bei vorschriftgemässem Umgang keine unannehmbaren Nebenwirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt haben, werden sie zugelassen und dürfen in Verkehr gebracht werden.

Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) ist die Zulassungsstelle für Pflanzenschutzmittel. Gesuche müssen beim BLW mit einem Registrierdossier eingereicht werden. Die wissenschaftliche Beurteilung der eingereichten Studien erfolgt durch das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV), das Bundesamt für Umwelt (BAFU), das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), sowie die Forschungsanstalt Agroscope. Gestützt auf die Ergebnisse der Beurteilung wird entschieden, ob die Anforderungen für eine Zulassung erfüllt sind oder nicht.

Die Anwendungsvorschriften spielen eine zentrale Rolle für eine sichere Anwendung der PSM. Sie erlauben die Exposition der Nichtzielorganismen zu beschränken und somit eine Anwendung ohne unannehmbaren Risiko zu ermöglichen. Gegebenenfalls werden die nötigen Anwendungseinschränkungen und Risikoreduktionsmassnahmen in der Bewilligung verfügt.

Um die Risiken eines Einsatzes von PSM abschätzen zu können, ist eine umfassende Datenbasis zur Beurteilung möglicher Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt not­wendig. Die Datenbasis umfasst die Resultate zahlreicher wissenschaftlicher Studien mit dem Pflanzenschutzmittel, resp. des Pflanzenschutzmittelwirkstoffs. Die nötigen Studien werden unter der Verantwortung der Firmen durchgeführt. Dazu müssen internationale anerkannte Protokolle eingehalten werden.

Letzte Änderung 04.07.2017

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