Risikobasierte Produktekontrolle entlang der Lebensmittelkette

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In unserer Gesellschaft wird alles immer komplexer - ein Trend, der auch vor der Lebensmittelkette nicht Halt macht.

Das Produkteangebot auf dem Markt wächst stetig, während die Ressourcen für die Produktekontrollen mit dieser Entwicklung nicht
Schritt halten. Daher müssen Erzeugnisse, die ein höheres Risiko aufweisen, sorgfältig eruiert werden.

Mit dieser Frage beschäftigt sich die Arbeitsgruppe "Risikobasierte Produktekontrollen", die aus Fachleuten aus dem Bereich der Organisation von Lebensmittelkontrollen zusammengesetzt ist. Involviert sind:

  • Bundesamt für Lebensmittelsicherheit (BLV)
  • Bundeseinheit für die Lebensmittelkette (BLK)
  • Bundesamt für Landwirtschaft (BLW)
  • Agroscope
  • Eine kantonale Stelle

Für die Organisation der Kontrollen entlang der Lebensmittelkette ist die Datenbasis eine unentbehrliche Grundlage. Insbesondere in den Kantonen werden viele Daten erhoben, die aber heute (noch) nicht systematisch zusammengetragen werden. Nur für einen Teil davon gibt es eine Konsolidierung auf Bundesebene. Bei den übrigen Daten müssen Kompatibilitätsfragen von IT-Systemen oder Datenformaten geklärt werden, um eine umfassende Risikoanalyse entlang der Lebensmittelkette auf nationaler Ebene zu ermöglichen.

Eine gemeinsame Risikowahrnehmung, basiert auf fundierten wissenschaftlichen und soziologischen Kriterien, stellt neben einem ausreichenden Datenstamm die zweite wichtige Basis dar. Die Arbeitsgruppe sucht und bearbeitet mit Experten die nötigen relevanten Kriterien. Damit entwickelt sie ein Informatiktool für die Berechnung von Risikowerten als Kombinationen von Gefahren je Produkt. Deren Ranking können für die Priorisierung der Produktekontrollen verwendet werden.

Im Rahmen dieser Arbeiten wird ein 2016 ein Forschungsprojekt der ETHZ durchgeführt. Es hat als Ziel, die subjektive Risikowahrnehmung der schweizerischen Bevölkerung zu ermitteln, und diese mit den effektiv von den Kontrollstellen festgestellten Risiken zu vergleichen. Die Resultate helfen, die gesellschaftlichen Kriterien für die Priorisierung der Kontrollen zu verstehen

Letzte Änderung 23.03.2017

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Kontakt

Bundesamt für Landwirtschaft BLW Fachbereich Produktionssicherheit und Tierernährung
Mattenhofstrasse 5
3003 Bern
Tel.
+41 58 462 27 13

Louis Tamborini

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