Tierzucht und tiergenetische Ressourcen

Tierzucht

Bilderserie Einfuhr Rinder Schweine Pferde_NEU

In der Schweiz soll eine eigenständige Tierzucht erhalten werden. Deshalb unterstützt der Bund Züchterinnen und Züchter in ihrem Bestreben nach einer wirtschaftlichen, qualitativ hochstehenden und umweltgerechten Produktion.

Das Bundesamt für Landwirtschaft ist hauptsächlich zuständig für die Anerkennung von Zuchtorganisationen, die Erhaltung der Rassenvielfalt bei den landwirtschaftlichen Nutztieren und die Bewirtschaftung von Zollkontingenten für Zuchttiere und Rindersperma. Es beaufsichtigt die anerkannten Zuchtorganisationen.

Beiträge werden ausgerichtet für tierzüchterische Massnahmen wie Herdebuchführung, Leistungsprüfungen und Zuchtwertschätzungen sowie für Projekte im Zusammenhang mit der Erhaltung der einheimischen Rassenvielfalt.

Tiergenetische Ressourcen

Bild tiergenetische Ressourcen Evolener Kuehe
Evolèner Kühe

Tiergenetische Ressourcen haben eine grosse Bedeutung für Ernährung und Landwirtschaft. Sie verfügen über weitere wichtige Werte ökonomischer und sozialer Natur. Um künftig auf neue Rahmenbedingungen wie Änderungen des Klimas, neue Krankheiten, andere Erwartungen der Gesellschaft oder sich ändernde Anforderungen an spezielle Produkte, reagieren zu können, werden alte Rassen wieder vermehrt an Bedeutung gewinnen. Auch ihr Vermächtniswert, wovon spätere Generationen profitieren könnten, und ihr Existenzwert, dass es sie überhaupt gibt, sind gross. Das BLW unterstützt deshalb verschiedenste Massnahmen zur Erhaltung und Förderung gefährdeter Nutztierrassen mit Schweizer Ursprung.

Gegenwärtig werden 23 Rassen verschiedener Tiergattungen welche aufgrund ihrer kleinen Populationen, eines zu hohen Inzuchtgrades oder aufgrund traditioneller Beweggründe als gefährdet gelten, unterstützt. Anerkannte Zuchtorganisationen, NGOs und Forschungsinstitutionen können Projekte zur Erhaltung und Förderung gefährdeter Rassen einreichen. Diese Projekte beinhalten auf die Zucht ausgerichtete Erhaltungsmassnahmen und Massnahmen in Verbindung mit auf den Markt ausgerichteten Spezialprodukten oder Forschungsprojekte zur Abklärung, bzw. Verbesserung der genetischen Vielfalt. Weiter organisiert das BLW jährlich gemeinsam mit der Schweizerischen Vereinigung für Tierwissenschaften (SVT) Workshops für tiergenetische Ressourcen. Diese beinhalten jeweils einen züchterischen und einen praktischen Teil. Zusammen mit den Betroffenen wird weiter der Nationale Genpool für Rinder, Schweine, Pferde und Ziegen (ex-situ Massnahme) laufend erweitert.

Auf internationaler Ebene engagiert sich das BLW ebenfalls stark im Bereich tiergenetischer Ressourcen. Dies beispielsweise durch aktive Mitarbeit im European Regional Focal Point, einem Verbund von über 45 europäischen Staaten, sowie in verschiedensten Kommissionen und Arbeitsgruppen der FAO.

Tierzucht Rechnung 2017 & Budget 2018

Weiterführende Informationen

Letzte Änderung 24.09.2018

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