Umweltziele der Landwirtschaft analysiert

Bern, 09.12.2016 - Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 9. Dezember 2016 den Bericht zum Postulat Bertschy über die Umweltziele Landwirtschaft gutgeheissen. Die umfassende Analyse der bisherigen Strategien und Massnahmen zeigt Erreichtes, aber auch Handlungsbedarf auf. Der Bundesrat hält im Bericht fest, mit welchen Stossrichtungen er in den kommenden Jahren die Zielerreichung weiter verbessern will.

2008 haben die Bundesämter für Umwelt (BAFU) und für Landwirtschaft (BLW) die Umweltziele Landwirtschaft (UZL) publiziert. Sie beruhen auf bestehenden rechtlichen Grundlagen und umfassen die Bereiche Biodiversität, Landschaft, Klima und Luft, Wasser, Boden und Gewässerraum. Der am 9. Dezember vom Bundesrat gutgeheissene Bericht in Erfüllung des Postulats Bertschy (13.4284) zeigt auf, welche Strategien und Massnahmen zur Zielerreichung bisher ergriffen wurden, welche Teilziele erreicht sind und wo weiterer Handlungsbedarf besteht. Gleichzeitig haben das BAFU und das BLW einen detaillierten Statusbericht zu den einzelnen Zielen publiziert.

Keines der Ziele vollständig erreicht

Die Umweltziele Landwirtschaft sind nach wie vor aktuell. Messbare Fortschritte gibt es seit 2008 u.a. bei der Erhaltung von einheimischen Sorten und Nutztierrassen, beim Anteil der Biodiversitätsförderflächen oder bei der Ausscheidung von Gewässerraum. Bisher wurde jedoch keines der dreizehn Ziele vollständig erreicht. Der Handlungsbedarf bleibt aufgrund der Wirkungszusammenhänge und der bestehenden Ziellücken insbesondere bei der Biodiversität, den klimarelevanten Treibhausgasen (Methan, Lachgas), dem Stickstoff (Ammoniak, Nitrat) und der Bodenfruchtbarkeit besonders hoch.

Mit folgenden Stossrichtungen will der Bundesrat die Zielerreichung verbessern:

  • Umsetzung von beschlossenen Strategien, Aktionsplänen und Massnahmen.
  • Verbesserung des Vollzugs von bestehenden rechtlichen Vorschriften.
  • Anpassung der landwirtschaftlichen Produktionssysteme an die Tragfähigkeit der Ökosysteme.
  • Flächendeckende Verbesserung der Nährstoffeffizienz und - wo dies nicht genügt - Überprüfung der Produktionsintensität.
  • Stärkung der Eigenverantwortung der Landwirte durch Ergebnisorientierung.
  • Verstärkte Forschung und Innovation im Hinblick auf effizientere Produktionssysteme.

Zusätzlich lassen sich die Umweltbeeinträchtigungen in der Schweiz und weltweit mit einer Reduktion der Nahrungsmittelabfälle und durch Anpassung der Ernährungsmuster deutlich reduzieren.

Die bestehenden Massnahmen werden weitergeführt. Zudem werden die definierten Stossrichtungen bei der Weiterentwicklung der Agrarpolitik für die Jahre ab 2022 und der Umweltpolitik berücksichtigt und in geeigneter Weise mit den ökonomischen und sozialen Anliegen der Landwirtschaft sowie mit Fragen zur Ernährungssicherheit und Wirtschaftspolitik abgestimmt.


Adresse für Rückfragen

Eva Reinhard, stellvertretende Direktorin BLW
Tel. 058 462 25 03, eva.reinhard@blw.admin.ch

Franziska Schwarz, Vizedirektorin BAFU
Tel. 058 462 63 78; franziska.schwarz@bafu.admin.ch



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