Nach der Verlegung der A13: Landwirtschaft profitiert von Teilmelioration
Die Verlegung der Nordspur der Nationalstrasse A13 beeinträchtigte in Trimmis wertvolle landwirtschaftliche Nutzflächen. Deshalb wurde eine Teilmelioration durchgeführt: Einzelne Kleinflächen konnten zusammengefügt und dadurch besser bewirtschaftet werden. Gleichzeitig wurde die Zufahrt zu den landwirtschaftlichen Parzellen verbessert. An die anrechenbaren Kosten des Güterstrassenbaus von knapp 550’000 Franken wurden Beiträge aus Strukturverbesserungskrediten von Bund (27 Prozent) und Kanton (31 Prozent) beigesteuert. Die Gesamtkosten des Verfahrens beliefen sich auf 1,24 Millionen Franken.

Warum wurde dieses Projekt überhaupt gestartet?
Im Zeitraum von 2014 bis 2018 wurde die Nordspur der Nationalstrasse A13 zwischen den Anschlüssen Chur Nord und Zizers/Untervaz unmittelbar neben die bestehende Südspur verlegt. Da durch die Verlegung der Nordspur auf Gemeindegebiet von Trimmis wertvolle landwirtschaftliche Nutzflächen beeinträchtigt wurden, beschloss die Gemeindeversammlung die Durchführung von Meliorationsmassnahmen.
Was konnte realisiert werden im Projekt Teilmelioration Trimmis?
Das Beizugsgebiet der Teilmelioration Trimmis mit 112 Hektaren Fläche liegt komplett auf Territorium der Gemeinde Trimmis und umfasst grob die Flächen zwischen der Süd- und ehemaligen Nordspur der A13. Die landwirtschaftliche Nutzfläche im Beizugsgebiet wird von insgesamt 15 Betrieben bewirtschaftet.
Die vermessungstechnischen und planerischen Arbeiten der Güterzusammenlegung umfassten die Bonitierung (Bewertung der landwirtschaftlichen Böden), die Neuzuteilung inklusive Nachbonitierung, die Vermarkung und Vermessung sowie schliesslich die Kostenverteilung.
Der Neuzuteilungsentwurf wurde nach den Wünschen der Beteiligten erstellt. Dabei wollte man, die Grundstücke der Gemeinde Trimmis möglichst klar von jenen der übrigen Eigentümer trennen. Alle bestehenden und neu gebauten Güterstrassen wurden als eigene Parzellen ausgeschieden und der Gemeinde übertragen. Zudem konnten die Eigentumsverhältnisse bereinigt und die Anzahl der Parzellen um rund 50 Prozent reduziert werden.
Im Zusammenhang mit der Verlegung der Nordspur mussten verschiedene ökologische Ausgleichsmassnahmen umgesetzt werden. Diese wurden grösstenteils auf den Flächen der ehemaligen Nordspur realisiert, beispielsweise durch extensive Wiesen, Hecken, Krautsäume und Aufforstungen. Die Pflege dieser Flächen wird durch Dienstbarkeiten sichergestellt. Die meisten dieser Ausgleichsflächen wurden im Rahmen der Neuzuteilung der Gemeinde zugewiesen.
Die Teilmelioration beinhaltete auch den Aus- und Neubau eines einheitlichen und den heutigen Anforderungen angepassten Güterstrassennetzes. Dabei wurden landwirtschaftliche Güterstrassen und Bewirtschaftungswege mit einer Gesamtlänge von 6,2 km erstellt. Nicht mehr benötigte Strassenabschnitte im Umfang von 1,5 km konnten rückgebaut und rekultiviert werden.
Wer hat dieses Grossprojekt bezahlt?
Bund und Kanton unterstützten die Teilmelioration Trimmis mit Strukturverbesserungsbeiträgen in Höhe von 318’000 Franken. Vom Bund bzw. dem Bundesamt für Strassen (ASTRA) wurden infolge der Verlegung der Nordspur der A13 zudem gut die Hälfte der Gesamtkosten für Bau- und kulturtechnische Arbeiten übernommen. Unterstützungsbeiträge folgten ebenfalls von der Gemeinde Trimmis, der Burgergemeinde Chur sowie dem Tiefbauamt Graubünden.
Die Restkosten der Grundeigentümer betrugen schliesslich knapp 14,5 Prozent der Gesamtkosten der Teilmelioration von 1,242 Millionen Franken.

