Kartoffeln und Kartoffelprodukte

Bilderserie Einfuhr Kartoffeln

Was braucht es?

Sie benötigen die Zolltarifnummer des zu importierenden Produkts. Sollten Sie diese nicht kennen, so kann Ihnen die Eidg. Zollverwaltung weiterhelfen www.zoll.ch -> Zolltarifauskünfte. Sie können auch den elektronischen Zolltarif www.tares.ch konsultieren.
Wenn Sie die Zolltarifnummer im elektronischen Zolltarif eingeben, erfahren Sie, ob Sie eine Generaleinfuhrbewilligung GEB zum Import des Produktes benötigen.

Für die Einfuhr von Kartoffeln und Kartoffelprodukte benötigen Sie eine Generaleinfuhrbewilligung GEB. Mit der Eingabe der Zolltarifnummer im elektronischen Zolltarif unter www.tares.ch erfahren Sie, ob Sie eine GEB benötigen.

Anteile am Zollkontingent werden entweder anhand der Inlandleistung zugeteilt oder versteigert.

Wenn Sie einen Kontingentsanteil haben, können Sie die Waren zum tiefen Kontingentszollansatz KZA importieren. Wenn Sie keinen Anteil haben, müssen Sie bei Importen den -teilweise wesentlich höheren- Ausserkontingentszollansatz AKZA bezahlen. In diesem Fall ist eine Generaleinfuhrbewilligung GEB nicht erforderlich.

Privatpersonen, die diese Produkte im Reisendenverkehr einführen möchten, sind von dieser Regelung nicht betroffen. Die Eidgenössische Zollverwaltung informiert über die geltenden Bestimmungen.

Welche Kontingente gibt es und wie komme ich zu einem Anteil?

1.   Saat- und Veredelungskartoffeln

Anteile an den Teilzollkontingenten Nr. 14.1 (Saatkartoffeln) und Nr. 14.2 (Veredelungskartoffeln) sowie an deren vorübergehenden Erhöhungen werden nach der Inlandleistung der einzelnen Personen im Verhältnis zu den gesamten rechtmässig geltend gemachten Inlandleistungen in Prozenten zugeteilt. Das BLW teilt nur Personen einen Anteil an den Teilzollkontingenten Nr. 14.1 und Nr. 14.2 zu, deren Inlandleistung mehr als 100 Tonnen beträgt.

Als Inlandleistung gilt beim Teilzollkontingent Nr. 14.1 (Saatkartoffeln) die Menge der inländischen Saatkartoffeln, die die Veremehrungsorganisationen während der Bemessungsperiode direkt von den Saatgutproduzenten zugekauft haben und beim Teilzollkontingent Nr. 14.2 (Veredelungskartoffeln) die Menge der Veredelungskartoffeln, die die Veredelungsbetriebe während der Bemessungsperiode von inländischen Produzenten zur Verarbeitung übernommen haben. 

 2.   Speisekartoffeln

Anteile am Teilzollkontingent Nr. 14.3 (Speisekartoffeln) werden wie folgt verteilt: a) 3250 Tonnen werden versteigert; b) 3250 Tonnen werden gemäss den Marktanteilen der Berechtigten zugeteilt. Vorübergehende Erhöhungen werden gemäss den Marktanteilen der Berechtigten zugeteilt.

Die Marktanteile werden aufgrund der Gesamtsumme der Einfuhrmengen zum Kontingentszollansatz KZA sowie  zum Ausserkontingentszollansatz AKZA und der Inlandleistungen aller Berechtiten während der Bemessungsperiode berechnet. Der Anteil einer Berechtigten ist der Quotient zwischen der Summe ihrer Einfuhrmenge und Inlandleistungen und der Gesamtsumme.

Als Inlandleistung gilt die Menge der direkt beim inländischen Produzenten übernommenen und bezahlten Speisekartoffeln.

Bemessungsperiode: Als Bemessungsperiode gilt der Zeitraum zwischen dem 18. Monat (Juli) und dem 7. Monat (Juni) vor der betreffenden Kontingentsperiode. 

Gesuche: Gesuche um Anteile an den Teilzollkontingenten Saat- Veredelungs- und Speisekartoffeln müssen bis spätestens am 30. September vor Beginn der Kontingentsperiode eintreffen.

3.   Kartoffelprodukte (Halbfabrikate zur Herstellung von Produkten der Tarifnummern 2103.9000 (Saucen) und 2104.1000 (Suppen), andere als zur Herstellung von Suppen und Saucen gebrauchte Halbfabrikate sowie Fertigprodukte)

Anteile am Zollkontingent dieser Produkte werden versteigert. Für Halbfabrikate zur Herstellung von Saucen und Suppen sind nur Personen kontingentanteilsberechtigt, die diese Produkte im eigenen Betrieb weiterverarbeiten.

Weiterführende Informationen

Formulare

Generaleinfuhrbewilligung GEB (PDF, 817 kB, 15.03.2018)Damit Sie die PDF-Formulare an Ihrem Bildschirm ausfüllen können, müssen Sie möglicherweise vorgängig die JavaScripts aktivieren. Dazu klicken Sie in der gelb hinterlegten Mitteilung auf Optionen (Options) und „JavaScript für dieses Dokument einmal aktivieren" (Enable JavaScript for this document one time only). Bestätigen Sie danach Ihre Eingaben mit Ja (Yes). Um die Eingabefelder im Dokument sichtbar zu machen, klicken Sie in der violett hinterlegten Mitteilung auf „Felder markieren" (Highlight Fields).

Generaleinfuhrbewilligung (GEB) für Saatkartoffeln; Veredlungskartoffeln; Halbfabrikate zur Herstellung von Saucen und Suppen = auf Anfrage per Email an: info@fbea.admin.ch

Letzte Änderung 23.08.2017

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