Food Waste

Food Waste

Schätzungen der Food and Agriculture Organization FAO zeigen, dass weltweit rund ein Drittel aller Nahrungsmittel verloren geht oder weggeworfen wird. Die Problematik besteht auch in der Schweiz.

Die Reduktion von Food Waste war Teil des Aktionsplans «Grüne Wirtschaft 2013» des Bundesrats. Eine Projektgruppe bestehend aus den Bundesämtern für Landwirtschaft, Umwelt, Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen sowie der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (BLW, BAFU, BLV und DEZA) koordinierte entsprechende Arbeiten und Aktivitäten. Diese umfassten einen Stakeholder- und Forscherdialog, die Verbesserung des Grundlagenwissens sowie die Sensibilisierung der Öffentlichkeit.

Stakeholderdialog

Da Nahrungsmittelabfälle auf allen Stufen der Wertschöpfungskette der Nahrungsmittelproduktion anfallen, drängte sich ein gemeinsames Vorgehen auf. Im Rahmen des Stakeholderdialogs hat die Projektgruppe der Bundesverwaltung zusammen mit den Akteuren der gesamten Lebensmittelkette und der Zivilgesellschaft übergreifende Lösungen für die langfristige Reduktion der Nahrungsmittelabfälle in der Schweiz erarbeitet. Wichtigste Ergebnisse sind ein Leitfaden zur Lebensmittelspende für die Industrie, ein Leitfaden betreffend der Datierung von Lebensmittel für den Detailhandel, ein Konzept für eine web-basierte Lebensmittelspendenplattform, die zur Zeit umgesetzt wird sowie ein Grobkonzept für eine Sensibilisierungs- und Bildungskampagne.

Detailliertere Informationen zu den Ergebnissen dieser Arbeitsgruppen können dem Bericht «Bilanz Arbeiten Stakeholderdialog 2013–2014» oder dem Agrarbericht 2015 entnommen werden.

Forscherdialog

Der Forscherdialog hatte zum Ziel, den Austausch zwischen den Forschenden und die Ausschöpfung von Synergien zu fördern, sowie Doppelspurigkeiten zu verhindern. Daneben unterstützt der Bund im Hinblick auf die Verbesserung des Grundlagenwissens auch konkrete Forschungsprojekte. Ein Schwerpunkt liegt dabei nach wie vor bei der besseren Erfassung des Ausmasses, der Auswirkungen und der Umweltwirkung von Food Waste in der Schweiz.

Auch auf internationaler Ebene gibt es Anstrengungen zur Koordination der Forschung. Dazu zählt z.B. das EU-Projekt FUSIONS. Es hat zum Ziel, Grundlagen für eine signifikante Reduzierung von Lebensmittelabfällen zu erarbeiten und damit zu einem ressourceneffizienteren Europa beizutragen.

Detailliertere Informationen zu ersten Forschungsergebnisse in der Schweiz sowie zu weiteren internationalen Tätigkeiten können dem Agrarbericht 2015 entnommen werden.

Kommunikation

Das wichtigste Instrument des Bundes zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit war eine Wanderausstellung mit dem Titel  «Lebensmittel wegwerfen. Das ist dumm.». Diese Ausstellung wurde in den Jahren 2013 und 2014 an 13 Standorten in allen Landesteilen präsentiert. Als Anschluss an die Wanderausstellung unterstützt der Bund nun eine Ausstellung des Vereins foodwaste.ch, welche in den Jahren 2014 und 2015 unter anderem an der OLMA, am eco.festival Basel sowie an der LUGA gezeigt wurde. Auch im Jahr 2016 wird die Ausstellung wieder an verschiedenen Orten zu sehen sein.

Ein weiteres wichtiges Kommunikationsinstrument sind die Broschüre «Zahlen, Fakten Tipps» sowie die Ausstellungsplakate der
Wanderausstellung.

Detaillierte Informationen zur Ausstellung des Vereins foodwaste.ch können der Website des Vereins entnommen werden.  

Weiterführende Informationen

Letzte Änderung 22.04.2016

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