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Veröffentlicht am 26. Mai 2026

Rose Rosette Virus (RRV)

Emaravirus rosae ist der Erreger der Krankheit "Rose Rosette Virus" (RRV) bei wilden und kultivierten Rosen. Die Krankheit wurde erstmals um 1940 in Nordamerika beobachtet und zeigt sich durch deformiertes Wachstum, Rotfärbungen und das Absterben der Pflanze. Sie ist in Nordamerika weit verbreitet und tritt vereinzelt in Westbengalen (Indien) auf.

Rosenstock mit geröteten Trieben, infiziert mit Emaravirus rosae

Steckbrief

Wissenschaftlicher Name: Emaravirus rosae
Trivialname: Rose Rosette Virus (RRV)
Typ: Virus
Einstufung: Quarantäneorganismus
Aktueller Befall in der Schweiz: Nein
Wirtspflanzen: Wilde und kultivierte Rosen (Rosa spp.)

Weitere Informationen auf EPPO Global Database.

Wirtspflanzen und Schadbild

Die Symptome der Krankheit "Rose Rosette Virus" können sehr unterschiedlich aussehen. Sie variieren von Sorte zu Sorte, aber auch innerhalb derselben Sorte sowie abhängig vom Standort. Zu den Symptomen gehören zum Beispiel eine schnelle Verlängerung der Seitentriebe, eine Verdickung und Rötung der Triebe und Blätter, eine massive Vermehrung der Triebe (Hexenbesen), eine übermässige Dornenbildung, eine verminderte Blütenbildung sowie deformierte Knospen und Blüten. In der Regel sterben infizierte Pflanzen vor Ende des ersten Winters nach Auftreten der ersten Symptome.

Links: Mit Emaravirus rosae infizierte Rose „Radrazz” – Rechts: gesunde Rose

Verbreitung

Verbreitungswege

Der Hauptübertragungsweg für "Rose Rosette Virus" (RRV) und seinen Milbenvektor, die Eriophyidenmilbe Pyllocoptes fructiphilus ist der internationale Handel mit infizierten Rosenpflanzen zum Anpflanzen (z.B. wurzelnackte Pflanzen, Topfpflanzen, Stecklinge, Unterlagen und möglicherweise Gewebekulturen). Auch Schnittrosen könnten RRV und seine Überträger transportieren, jedoch ist die Wahrscheinlichkeit, Blumen mit Symptomen der Rosettenkrankheit auf dem Markt zu finden, gering, da diese aufgrund der hohen Qualitätsstandards für Schnittrosen aussortiert werden.

Verbreitung in der Schweiz

Derzeit ist weder der Erreger Emaravirus rosae noch der Milbenvektor Pyllocoptes fructiphilus in Europa und der Schweiz aufgetreten.

Prävention und Kontrolle

Das "Rose Rosette Virus" wird in der Schweiz im Rahmen der Gebietsüberwachung periodisch, d.h. nicht jährlich durch die zuständigen kantonalen Dienste, auf Rosen visuell überwacht. Im Rahmen der Pflanzenpasskontrolle sowie bei der risikobasierten Kontrolle beim Import von Pflanzen oder pflanzlichen Erzeugnissen wird es durch den EPSD bzw. mandatierte Organisationen überwacht.

Befallssituation Schweiz

Die Schweiz gilt als frei von Befall mit dem "Rose Rosette Virus" (RRV).

Weiterführende Informationen

Weitere Themen

Kontakt bei Fragen

Bundesamt für Landwirtschaft BLW
Eidg. Pflanzenschutzdienst EPSD
Schwarzenburgstrasse 165
Schweiz - 3003 Bern