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Veröffentlicht am 7. Mai 2026

Gepäck und Auto checken, Japankäfer stoppen

Der Japankäfer breitet sich in der Schweiz aus – und reist oft unbemerkt mit. Informieren Sie sich hier über Befallsgebiete, Erkennungsmerkmale und eine praktische Checkliste, damit Sie käferfrei nach Hause reisen.

Kampagnenvisual vom BLW mit Nahaufnahme eines Japankäfers auf einem grünen Blatt mit Slogan: «Gepäck checken, Japankäfer stoppen!» und rotem Banner mit der Aufschrift «Hilf mit!»

Der Japankäfer reist mit

Wer einen Japankäfer im Gepäck oder Auto findet, macht ihn sofort unschädlich und meldet ihn.

Denn er ist ein gefrässiger Schädling. Er frisst über 400 verschiedene Pflanzen – von Obstbäumen und Weinreben über Rosen bis zu Linden im Park. Oft reist er unbemerkt mit uns mit und gelangt so aus befallenen Gebieten in neue Regionen. Seine Larven und Eier werden mit Erde verschleppt, erwachsene Käfer verstecken sich in Pflanzen oder Grünabfällen – oder reisen als blinde Passagiere in Autos, Zügen und Flugzeugen mit.

Wer aus einem Befallsgebiet im Süden – zum Beispiel aus dem Tessin oder aus Norditalien – zurückkehrt, kann viel bewirken: Überprüfen Sie vor der Heimfahrt Gepäck und Auto sorgfältig. Sie finden weiter unten auf dieser Seite eine Checkliste für die Heimreise aus dem Süden.

Achtung bei Rückreisen aus diesen Befallsgebieten

Wer aus einem der folgenden Gebiete zurückkehrt, sollte Gepäck und Auto vor der Abfahrt kontrollieren und wissen, wie der Japankäfer aussieht.

  • Norditalien (Lombardei und Piemont) - Z.B. Mailand, Varese, Novara, Biella, Vercelli, Asti, Alessandria, Pavia, Lodi etc.
  • Tessin (gesamter Kanton)
  • Graubünden (insbesondere Misox)
  • Wallis (insbesondere Simplongebiet)

In diesen Gebieten ist der Japankäfer etabliert und die Ausbreitung wird gebremst.

So erkennt man ihn

Grösse: Ausgewachsene Käfer sind so gross wie eine Kaffeebohne (1 - 1.2 cm)
Farbe: Metallisch grün schimmernder Kopf und Körpermitte sowie kupferbraune Deckflügel
Besonderheit: Auf jeder Seite des Hinterleibs hat er fünf kleine, weisse Haarbüschel. Am Hinterteil gibt es zudem zwei grössere, ebenfalls weisse Haarbüschel
Beobachtungszeitraum: Die erwachsenen Käfer können vor allem im Sommer (Juni-September) beobachtet werden

Wichtig: Der Japankäfer ähnelt harmlosen heimischen Käfern und wird daher oft verwechselt. Die folgende Übersicht hilft, die Merkmale des Japankäfers im Vergleich zu anderen Käfern zu erkennen.

Checkliste für die Heimreise

Bevor Sie aus einem befallenen Gebiet abreisen, kontrollieren Sie Gepäck und Auto gründlich.

➡️ Gepäck prüfen

  • Kleidung, besonders Outdoorbekleidung, Jacken, Schuhe
  • Taschen (Rucksäcke, Handtaschen, Jackentaschen)
  • Sport- und Outdoor-Ausrüstung wie Zelte, Schlafsäcke, Biwaks
  • Koffer und Reisetasche selbst, innen und aussen

➡️ Auto prüfen

  • Kofferraum
  • Sitze und Fussräume
  • Alle Öffnungen zum Aussenbereich des Autos (Kühlergrill, Lüftungen, Türen, Fenster, etc.)

Hinweis: Parkieren Sie in befallenen Gebieten nicht direkt neben Rebflächen – dort halten sich die Käfer besonders gerne auf. Halten Sie ausserdem die Fenster von parkierten Autos geschlossen.

⚠️ Wenn beim Check ein Japankäfer gefunden wird:

  • Käfer einfangen und nicht wieder freilassen
  • Käfer auf die weissen Haarbüschel an beiden Seiten des Hinterleibs untersuchen
  • Käfer unschädlich machen
  • Foto machen und Standort notieren, am dem Sie den Käfer gefunden haben
  • Käfer umgehend dem zuständigen kantonalen Pflanzenschutzdienst melden.

Das Wichtigste: Den Käfer nicht nach Hause mitnehmen. Auch wenn der Japankäfer erst unterwegs oder zuhause entdeckt wird, muss er unschädlich gemacht und dem kantonalen Pflanzenschutzdienst gemeldet werden.

Helfen Sie mit!

Diesen Sommer nicht im Süden unterwegs? So können Sie trotzdem helfen, den Japankäfer zu stoppen:

  • Melden, wenn Sie einen verdächtigen Käfer finden. Auch ausserhalb befallener Gebiete kann der Japankäfer auftauchen. Beim Fund eines Japankäfers umgehend den zuständigen kantonalen Pflanzenschutzdienst informieren.
  • Bescheid wissen und weitererzählen. Informieren Sie Freunde und Freundinnen, Familie und Nachbarschaft über den Japankäfer.
  • In den sozialen Medien teilen. Reposten Sie Beiträge vom BLW in den sozialen Medien und nutzen Sie den Hashtag #StoppJapankäfer.

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Bundesamt für Landwirtschaft BLW
Eidg. Pflanzenschutzdienst EPSD
Schwarzenburgstrasse 165
Schweiz - 3003 Bern