Zum Hauptinhalt springen

Veröffentlicht am 2. Juli 2026

Thrips palmi

Thrips palmi (Karny) ist ein Schädling, der viele verschiedene Pflanzenarten befällt und zur Ordnung der Fransenflügler gehört. Er stammt aus Südasien und befällt Pflanzen aus 20 verschiedenen botanischen Familien, darunter beispielsweise Kürbis, Gurke, Tomate, Aubergine, Peperoni oder Orchideen. Der Schaden entsteht durch direkten Frass und durch die Übertragung von pflanzenpathogenen Viren.

Adultes Weibchen von Thrips palmi.

Steckbrief

Wissenschaftlicher Name: Thrips palmi
Trivialname: -
Typ: Insekt
Einstufung: Quarantäneorganismus (Melde- und bekämpfungspflichtig)
Aktueller Befall in der Schweiz: Nein
Wirtspflanzen: Pflanzen aus 20 verschiedenen botanischen Familien, darunter beispielsweise Kürbis, Gurke, Tomate, Aubergine, Peperoni oder Orchideen.

Weitere Informationen auf EPPO Global Database.

Erkennung

Aussehen des Schadorganismus

Adultes Tier von Thrips palmi.
Das Weibchen von Thrips palmi ist 1,3 mm lang und hat einen hellgelben Körper mit schwärzlichen Borsten.

Verwechslungsgefahr

Thrips palmi kann leicht mit den zwei wirtschaftlich weniger bedeutenden Thripsarten Thrips flavus (Schrank) oder Thrips tabaci (Lindeman) verwechselt werden, die häufig auf Blumen- oder Gemüsepflanzen anzutreffen sind. Um die drei Arten voneinander zu unterscheiden, ist eine mikroskopische Untersuchung erforderlich.

Verwechslungen sind auch mit anderen Thripsarten möglich, beispielsweise Frankliniella occidentalis, Franklinella schultzei und Thrips nigropilosus.

Wirtspflanzen und Schadbild

Die korkartigen Flecken auf den Auberginenfrüchten werden durch Larven und adulte Tiere von Thrips palmi verursacht.
Der Schaden entsteht durch direkten Frass und durch die Übertragung von Viren. Thrips palmi ist ein kleines Insekt, das auf Pflanzen nicht leicht zu erkennen ist, dessen Schäden jedoch sichtbar sind: silber- oder bronzefarbene Blätter, Punktierungen und korkartige Flecken auf den Früchten. Der Schädling kann auf Blättern, Knospen, Früchten und Blüten vorkommen, aber auch als Puppe im Boden. Die ausgewachsenen Tiere halten sich vor allem in Knospen, Rissen oder Spalten der Wirtspflanzen auf.
Die silber- oder bronzefarbene Verfärbung der Auberginenblätter wird durch Larven und adulte Tiere von Thrips palmi verursacht.

Verbreitung

Verbreitungswege

Thrips palmi wird vorwiegend über den Handel mit Früchten, Gemüse, Schnittblumen und Zierpflanzen verschleppt. Die Art stammt aus Südasien. Sie ist in Ländern des Pazifiks und der Karibik weit verbreitet und kommt lokal auch in einigen Regionen Nord-, Zentral- und Südamerikas, Afrikas sowie Australiens vor.

In Europa gab es 2004 einen Befall in Portugal, der durch Folgeüberwachungen nicht mehr nachgewiesen werden konnte. 2014 kam es zu einem Ausbruch in Deutschland, der getilgt wurde. Eine Studie der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) aus dem Jahr 2019 zeigt, dass der Grossteil Südeuropas über geeignete klimatische Bedingungen für die Ansiedlung und Überwinterung von Thrips palmi auf Freilandvegetation verfügt.

Verbreitung in der Schweiz

In der Schweiz wird Thrips palmi regelmässig auf Importwaren aus Nicht-EU-Ländern nachgewiesen. Diese werden jeweils zurückgewiesen und fachgerecht vernichtet. Aufgrund der tiefen Wintertemperaturen ist davon auszugehen, dass Thrips palmi in den meisten Gebieten der Schweiz im Freiland nicht überwintern kann.

Prävention und Kontrolle

Bei den risikobasierten Kontrollen von importierten Pflanzen oder pflanzlichen Erzeugnissen erfolgen die Kontrollen auf Thrips palmi durch den Eidgenössischen Pflanzenschutzdienst (EPSD).

Die Schweiz gilt ebenso wie alle EU-Länder als frei von Thrips palmi.

Weiterführende Informationen

Weitere Themen

Kontakt bei Fragen

Bundesamt für Landwirtschaft BLW
Eidg. Pflanzenschutzdienst EPSD
Schwarzenburgstrasse 165
Schweiz - 3003 Bern