Thrips palmi
Thrips palmi (Karny) ist ein Schädling, der viele verschiedene Pflanzenarten befällt und zur Ordnung der Fransenflügler gehört. Er stammt aus Südasien und befällt Pflanzen aus 20 verschiedenen botanischen Familien, darunter beispielsweise Kürbis, Gurke, Tomate, Aubergine, Peperoni oder Orchideen. Der Schaden entsteht durch direkten Frass und durch die Übertragung von pflanzenpathogenen Viren.

Steckbrief
Wissenschaftlicher Name: Thrips palmi
Trivialname: -
Typ: Insekt
Einstufung: Quarantäneorganismus (Melde- und bekämpfungspflichtig)
Aktueller Befall in der Schweiz: Nein
Wirtspflanzen: Pflanzen aus 20 verschiedenen botanischen Familien, darunter beispielsweise Kürbis, Gurke, Tomate, Aubergine, Peperoni oder Orchideen.
Weitere Informationen auf EPPO Global Database.
Erkennung
Aussehen des Schadorganismus

Verwechslungsgefahr
Thrips palmi kann leicht mit den zwei wirtschaftlich weniger bedeutenden Thripsarten Thrips flavus (Schrank) oder Thrips tabaci (Lindeman) verwechselt werden, die häufig auf Blumen- oder Gemüsepflanzen anzutreffen sind. Um die drei Arten voneinander zu unterscheiden, ist eine mikroskopische Untersuchung erforderlich.
Verwechslungen sind auch mit anderen Thripsarten möglich, beispielsweise Frankliniella occidentalis, Franklinella schultzei und Thrips nigropilosus.
Wirtspflanzen und Schadbild


Verbreitung
Verbreitungswege
Thrips palmi wird vorwiegend über den Handel mit Früchten, Gemüse, Schnittblumen und Zierpflanzen verschleppt. Die Art stammt aus Südasien. Sie ist in Ländern des Pazifiks und der Karibik weit verbreitet und kommt lokal auch in einigen Regionen Nord-, Zentral- und Südamerikas, Afrikas sowie Australiens vor.
In Europa gab es 2004 einen Befall in Portugal, der durch Folgeüberwachungen nicht mehr nachgewiesen werden konnte. 2014 kam es zu einem Ausbruch in Deutschland, der getilgt wurde. Eine Studie der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) aus dem Jahr 2019 zeigt, dass der Grossteil Südeuropas über geeignete klimatische Bedingungen für die Ansiedlung und Überwinterung von Thrips palmi auf Freilandvegetation verfügt.
Verbreitung in der Schweiz
In der Schweiz wird Thrips palmi regelmässig auf Importwaren aus Nicht-EU-Ländern nachgewiesen. Diese werden jeweils zurückgewiesen und fachgerecht vernichtet. Aufgrund der tiefen Wintertemperaturen ist davon auszugehen, dass Thrips palmi in den meisten Gebieten der Schweiz im Freiland nicht überwintern kann.
Prävention und Kontrolle
Bei den risikobasierten Kontrollen von importierten Pflanzen oder pflanzlichen Erzeugnissen erfolgen die Kontrollen auf Thrips palmi durch den Eidgenössischen Pflanzenschutzdienst (EPSD).
Die Schweiz gilt ebenso wie alle EU-Länder als frei von Thrips palmi.
Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis
Weitere Themen
Kontakt bei Fragen
Eidg. Pflanzenschutzdienst EPSD
Schwarzenburgstrasse 165
Schweiz - 3003 Bern