Eier

Schweizer Eierproduktion und Pro-Kopf-Verbrauch erreichen neue Höchstwerte

Bern, 12. April 2022: Der Schweizer Eiermarkt wächst weiter. Im 2021, dem zweiten «Corona-Jahr», kam es jedoch zu gewissen Verschiebungen gegenüber 2020. Die Inlandproduktion erhöhte sich weiter auf 1145 Mio. Eier. Gegenüber 2020 entspricht dies einem Wachstum von 7,7 Prozent. Der Konsum von Schaleneiern im Detailhandel sank von 943 Mio. auf 901 Mio. Eier (-4,4 %). Dafür erholte sich der Absatz von Eiern im Grosshandel in etwa auf das Niveau von 2019, der Zeit vor der Pandemie. Eine starke Zunahme verzeichnete der Verarbeitungsbereich mit Schweizer Eiern. Wurden im 2020 118 Mio. Schweizer Eier verarbeitet, erhöhte sich dieser Wert auf 135 Mio. Stück im 2021, was einem Plus von 14,4 Prozent entspricht. 
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Um die Pandemie-Jahre 2020 und 2021 besser einordnen zu können, werden in der nachfolgenden Analyse Zeitperioden von 5 bis 10 Jahren betrachtet. Damit lassen sich die aussergewöhnlichen Entwicklungen der vergangenen zwei Jahre im Gesamtkontext des Eiermarktes darstellen, was es ermöglicht, generelle Trends von besonderen Effekten zu unterscheiden.

Weiteres Wachstum der Produktion

Aufgrund der stetig wachsenden Nachfrage nach Schweizer Eiern wurde die inländische Eierproduktion im 2021 weiter erhöht. Sie erreichte gemäss Aviforum mit 1145 Mio. Stück einen neuen Höchstwert. Gegenüber dem Vorjahr wurde die Produktion um 7,7 Prozent gesteigert. Dies ist die höchste Wachstumsrate in den vergangen zehn Jahren. Die Mehrproduktion ist auf neue Produktionseinheiten und somit mehr eingestallten Legehennen zurückzuführen. Die Legeleistung je Legehenne blieb insgesamt konstant bei einer geschätzten Lebenslegeleistung von 340 Eiern pro Tier. Innerhalb der Produktion geht der Trend zu Freiland- und Bio-Eiern weiter,
wohingegen die Bodenhaltung laufend an Bedeutung verliert. Gegenüber 2020 nahm die Produktion von Bio-Eiern um 11 Prozent und jene von Freiland-Eiern um 5 Prozent zu. Dagegen sank die Produktion von Bodenhaltungs-Eiern um 11 Prozent.

In den vergangenen zehn Jahren wurde die Inlandproduktion von 765 Mio. auf 1145 Mio. Eier ausgedehnt. Dies entspricht einer absoluten Zunahme von 380 Mio. Stück und einem relativen Wachstum von 50 Prozent. Die Zunahme ist dabei auf die Freiland- und Bioproduktion zurückzuführen. Die Freilandproduktion wurde seit 2012 von 156 Mio. auf 445 Mio. Stück nahezu verdreifacht (+185 Prozent) und die Bioproduktion von 105 Mio. auf 219 Mio. Stück mehr als verdoppelt (+107 Prozent). Demgegenüber steht ein Rückgang bei der Produktion von Bodenhaltungseiern von 94 Mio. auf 73 Mio. Stück, was einem Minus von 23 Prozent entspricht. Wird der Zeitraum ab 2015 betrachtet, fällt der Rückgang bei Bodenhaltungseiern mit einem Minus von 47 Mio. Stück noch deutlich höher aus. Die Kategorie Bodenhaltung/Freiland blieb über die Zeit mit gewissen Schwankungen konstant. In dieser Kategorie können die Eier nicht eindeutig einem Produktionssystem zugeordnet werden.

Wachsender Inlandanteil


Weiterführende Informationen

Letzte Änderung 11.04.2022

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